Meine Überzeugung

Warum ich Honorarberater geworden bin.

Finanzmärkte sind komplex. Das Verhalten vieler Berater auch – aber aus anderen Gründen. Das klassische Provisionssystem belohnt den Abschluss, nicht die Qualität der Beratung. Das führt zu Interessenkonflikten, die sich strukturell nicht auflösen lassen.

Meine Masterarbeit an der Hochschule Worms hat das wissenschaftlich belegt: Provisionen schaffen Agency-Kosten, die zu Lasten der Mandanten gehen. Das Honorarmodell nach § 34h GewO ist die einzige Vergütungsform, die diesen Konflikt institutionell ausschließt.

veranoro ist der Versuch, Finanzberatung so zu gestalten, wie ich sie selbst erwarten würde: transparent, evidenzbasiert, langfristig orientiert.

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— Timo Meier, Gründer veranoro
Drei Grundsätze

Was mich leitet.

01

Unabhängigkeit als Fundament

Ich bin keiner Bank, keinem Versicherer und keinem Produktanbieter verpflichtet. Das gesetzliche Zuwendungsverbot nach § 34h GewO ist für mich nicht Einschränkung, sondern das Fundament echter Beratung. Meine einzige Loyalität gilt Ihnen.

02

Evidenz statt Meinung

Empfehlungen basieren auf transparenter Analyse von Kosten, Risiken und langfristigen Zielwirkungen – nicht auf Marktmeinungen oder Produktprovisionen. Auch der Verzicht auf einen Produktkauf kann die richtige Empfehlung sein.

03

Stabilität in volatilen Phasen

Der größte Mehrwert guter Beratung liegt oft nicht in der Produktauswahl, sondern in der verhaltensökonomischen Begleitung: Ruhe bewahren wenn Märkte schwanken – und an der Strategie festhalten, die zu Ihrem Leben passt.

Mein Anlageansatz

Faktor-Investing.

Erfolgreiches Investieren basiert nicht auf kurzfristigen Prognosen oder der Suche nach einzelnen Gewinneraktien. Zahlreiche Studien der Kapitalmarktforschung zeigen, dass bestimmte Eigenschaften von Unternehmen langfristig mit höheren Renditen verbunden sind – sogenannte Renditefaktoren. Statt zu versuchen, den Markt durch Vorhersagen zu schlagen, basiert meine Anlagestrategie auf der systematischen Nutzung dieser wissenschaftlich untersuchten Faktoren.

Faktor 01 · Value

Günstig bewertete Unternehmen

Unternehmen mit günstiger Bewertung im Verhältnis zu ihren Fundamentaldaten erzielen langfristig häufig höhere Renditen als teuer bewertete Wachstumsunternehmen. Erstmals systematisch dokumentiert von Fama & French (1992) – heute eines der robustesten Phänomene der Kapitalmarktforschung.

Faktor 02 · Size

Kleinere Unternehmen

Kleinere Unternehmen (Small Caps) weisen im historischen Durchschnitt höhere Renditen auf als große, etablierte Konzerne. Das sogenannte Small-Cap-Premium wurde bereits früh dokumentiert und lässt sich auf höheres unternehmerisches Risiko zurückführen, das durch höhere erwartete Rendite kompensiert wird.

Faktor 03 · Quality

Profitable, stabile Unternehmen

Unternehmen mit hoher Profitabilität, stabilen Geschäftsmodellen und soliden Bilanzen entwickeln sich langfristig häufig stabiler als Unternehmen mit schwacher Ertragskraft. Quality-Aktien bieten besonders in turbulenten Marktphasen Stabilität im Portfolio.

Faktor 04 · Momentum

Aktien mit positiver Kursdynamik

Aktien mit positiver Kursentwicklung tendieren dazu, ihre Trends über gewisse Zeiträume fortzusetzen. Dieser Effekt gehört zu den empirisch robustesten Beobachtungen der Kapitalmarktforschung und ergänzt das Portfolio durch eine eigenständige Renditequelle.

Warum dieser Ansatz

Systematisch statt spekulativ.

Kriterium Klassischer Ansatz Faktorbasierter Ansatz
VorgehenMarktprognosenSystematische Strategie
SelektionAuswahl einzelner GewinnerBreite Diversifikation
EntscheidungenEmotional & situativRegelbasierter Prozess
GrundlageHohe UnsicherheitWissenschaftliche Evidenz
Umsetzung im Portfolio
  • Breite Diversifikation über Regionen und Anlageklassen
  • Systematische Gewichtung von Renditefaktoren
  • Einsatz kosteneffizienter Faktor-ETFs ohne Ausgabeaufschlag
  • Regelmäßige Überprüfung und Rebalancing des Portfolios

Unabhängigkeit als Grundlage der Strategie.

Als Honorarberater werde ich ausschließlich von meinen Mandanten vergütet und erhalte keine Provisionen für den Verkauf von Finanzprodukten. Dadurch besteht kein Anreiz, bestimmte Produkte zu bevorzugen. Faktor-ETFs sind kostengünstig, transparent und provisionslos – für einen Provisionsberater gibt es keinen Anreiz, sie zu empfehlen. Für mich ist das der Normalfall: Ich empfehle, was wissenschaftlich sinnvoll ist und zu Ihren Zielen passt.

Historische Evidenz

Faktorprämien seit 1963.

Kumulierte Wertentwicklung von 100 € investiert seit 1964 – Markt als Benchmark versus kombinierte Faktor-Portfolios (Markt + jeweilige Faktorprämie). Echte Daten aus der Fama-French Forschungsdatenbank. Der Markt ist gestrichelt dargestellt. Klicken Sie auf eine Strategie, um sie ein- oder auszublenden.

Quelle: Fama-French Forschungsdatenbank (Ken French Data Library). Logarithmische Skala. Vergangene Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.

Wissenschaftliche Basis

Belegt durch Forschung.

0 %
der Verbraucher bevorzugen Honorarberatung (eigene Umfrage, N=131)
0 %
sehen Provisionen als Quelle von Interessenkonflikten
0 %
halten vollständige Kostentransparenz für sehr wichtig
< 0 %
aller Finanzberater sind echte Honorarberater nach § 34h GewO

Meine Masterarbeit an der Hochschule Worms analysiert die institutionenökonomischen Grundlagen der Honorarberatung: Informationsasymmetrien, Prinzipal-Agent-Konflikte und die Rolle des Zuwendungsverbots.

Das Ergebnis: Honorarberatung ist institutionell die schlüssigste Antwort auf die strukturellen Probleme des provisionsbasierten Marktes – für Mandanten, die Interessenkonflikte erkennen und bereit sind, Qualität direkt zu honorieren.

veranoro ist das direkte Ergebnis dieser wissenschaftlichen Auseinandersetzung – Theorie und Praxis in einem Geschäftsmodell.

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